Gedanken und Inspirationen durch das Jahr

An dieser Stelle werden in regelmäßigen Abständen Gedanken, Gedichte und Inspirationen von der Leiterin Frau Petra Focke zum Ausdruck gebracht.

 

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Gestern beim Spazierengehen fiel es mir auf: in den Straßen leuchten keine Lichterketten mehr. Und - in vielen Familien sind die Weihnachtsbäume verschwunden, entsorgt oder warten darauf abgeholt zu werden. Der Lichterglanz der Advents- und Weihnachtzeit ist für dieses Mal verloschen.

Ich gehe mit einem sehr eigentümlichen Gefühl, aus den sehr ruhigen und doch nachdenklich gestimmten ‚Tagen zwischen den Jahren‘ in den Alltag hinein. Irgendwie würde ich diese Zeit gerne festhalten, noch lange in mir nachklingen lassen. Die Zeit schien ein wenig stehen geblieben zu sein – ein schönes Gefühl.

Nun sind die Lichter aus, der Glanz ist entfernt, hier und da schimmert noch ein kleiner Stern, übrig geblieben vom Weihnachtsschmuck, alles andere ist gut verstaut in den Weihnachtskisten. Alles – oder schimmern da noch Glitzerlichter durch? Strahlt das Fest noch hinein in den Alltag dieses neuen Jahres?

Der Alltag ist zurückgekehrt, und mit ihm die Aufgaben, die wir uns zu stellen haben. Die Belastungen, die auf uns warten, die Sorgen, ob wir alles gut schaffen können, die vielen Erwartungen, die an uns zerren. Erfahrungen von, sich überfordert fühlen, innere Zerrissenheit spüren zwischen äußeren Anforderungen und inneren Ansprüchen und wir uns äußerst dünnhäutig fühlen – ja, all diese Erfahrungen lassen uns schnell die kleine und großen Lichter vergessen und es scheint im Alltag nichts mehr zu glänzen und zu glitzern.

Wie ist das denn bei mir selbst, habe ich gedacht. Rechne ich damit, dass der Lichtglanz von Weihnachten, der Lichtglanz der Menschwerdung Gottes mein Leben auch wirklich verändern und mit Licht erfüllen kann?

Ja - mitten im Alltag, gegen allen Augenschein, können strahlende Glitzerlichter aufleuchten, diese Erfahrung mache ich immer wieder. Kleine wohltuende Aufmerksamkeiten, Geschenke, die das Herz berühren, die Gespräche, die Klarheit verschaffen, Worte, die zeigen, dass es gut ist, dass es mich gibt.

Und ich denke an die unzähligen guten, verborgenen Hilfen und Unterstützungen, an ehrenamtliches Engagement von Menschen, das oftmals ohne lobende Anerkennung geleistet wird, das auch ohne mediale Inszenierung, ohne Twitter oder facebook-postings leuchtet. Das ist es, was wir brauchen, das sind Glanzlichter, die im gewöhnlichen Alltag funkeln und Glitzerspuren hinterlassen.

Ich wünsche mir, dass es noch lange glitzert in meinem Alltag und ich noch kleine Lichterfunken entdecke und in mir bewahre.

So wünsche ich uns allen einen guten Einstieg in den ganz normalen Alltag mit seinen Freuden und Herausforderungen, mit seinen Erfolgen und Sorgen, mit seinen Routinen und Überraschungen, mit seinen gewöhnlichen und außergewöhnlichen Erlebnissen.

  

 

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