Gedanken und Inspirationen durch das Jahr

An dieser Stelle werden in regelmäßigen Abständen Gedanken, Gedichte und Inspirationen von der Leiterin Frau Petra Focke zum Ausdruck gebracht.

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In dieser Woche habe ich einige Male gespürt, was Worte ausrichten können - im positiven Sinne aber auch im negativen Sinne. Viele Worte, die im Laufe eines Tages, einer Woche, eines Jahres gesprochen werden, sind schnell wieder vergessen. Viele Worte sind leeres Gerede, viele Worte sind ohne Tiefgang, wieder andere Worte sind am Ende doch nichts sagend, einfach so dahingesagt, manchmal recht gedankenlos und oberflächlich.

Worte bestimmen unser Miteinander, unser tägliches Füreinander Dasein und auch unser Gegeneinander, unser Übereinander sprechen. Manche Worte aber bleiben ein Leben lang in Erinnerung. Manchmal fällt einem zufällig wieder ein Wort ein, das jemand gesagt hat. Manchmal sind es berührende Worte, Worte aus einem Gespräch, aus einer Predigt, aus einem Gedicht, aus der Bibel – welche tief in mich hineindringen und wachsen und sich entfalten. Manchmal sind es auch die unfreundlichen Worte, die verletzenden Worte, die hängen bleiben, die Wunden schlagen und die Narben hinterlassen.

Jedes gesprochene Wort bleibt gesprochen, ob es ankommt oder nicht. Ich kann es nicht mehr ungesagt machen, ich kann es zwar der Form nach zurücknehmen, wenn es ein falsches oder verletzendes Wort war, aber es ist wie ein abgeschossener Pfeil, der auch nicht mehr einfach zurückgeholt werden kann.

„Wie gut tut das richtige Wort zur rechten Zeit“ (Sprüche 15,23) – heißt es in der Bibel. Mir tun gute Worte gut, beflügeln mich, sind irgendwie wie eine Heilsalbe für mich; Worte, die mir zeigen, dass ich dazu gehöre, dass ich gemocht werde, dass ich geliebt werde, die geben meinem Leben einen Sinn. Worte, die ehrlich und authentisch sind und von Herzen kommen.

Es gibt Menschen, die mit wenigen Worten mein Herz erreichen, ganz unaufdringlich, deren Nähe wohltuend ist, die da sind zur rechten Zeit, die um mich wissen, die zuhören können, mit verständnisvollem Herzen, die stärken und ermutigen. Wie gut, wenn sie mir auch Rückmeldung geben, wo ich lernen kann, mich verändern muss und wenn sie das liebevoll tun.

Vielleicht sollten wir uns viel häufiger Worte der Zuwendung schenken, Worte die uns gut tun – nach dem Motto – wie es ein Text wunderbar zum Ausdruck bringt:

geh durch das wort hindurch

bevor du es sprichst

mit liebe

frieden

freude

buchstabiere es durch

bis es ankommt

in liebe

im frieden

mit freude

höre den klang

deiner worte

ob im trost

ob im lachen

ob in liebe

gesprochen

sei du selbst im wort

das du sprichst

andere worte

braucht es nicht

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